Enten im Kaufhaus

6 10 2009

Am Vortag der Deutschen Einheit haben wir uns in das größte Einkaufsgetümmel gestürzt, um den vorletzten Außendreh für „Death of the Wii Dance Girl“ hinter uns zu bringen. Diese Szenen sind das Rohmaterial für die zweite Traumsequenz in diesem Kurzfilmprojekt.

Nach wie vor suchen wir nach einer Location für das Finale. Wenn du also irgendwo in NRW eine kleine (oder große Bühne) kennst, die uns  für einen Nachmittag empfangen wurde – geb uns bitte einen kleinen Tipp via studiospecialplace@googlemail.com.





Die chinesische Sonne scheint immer von unten

2 09 2009

chinesichesonneDie „chinesische Sonne“ von Achim Dunker ist erst mein zweites Buch übers Filmen von einem deutschen Autoren. Laut Klappentext ist es eines der Grundlagenwerke zur Lichtgestaltung und dementsprechend hatte ich es schon seit langem als Pflichtlektüre in meinem Einkaufswagen bei Amazon liegen.

Nach dem ersten Überfliegen war ich erstmal ziemlich ernüchtert. Für welches Publikum hat der Autor die „chinesische Sonne“ nur geschrieben? „Üben Sie sich in einer Portraitausleuchtung. Besorgen Sie sich leihweise vier 800W-Kunstlichtlampen, entweder bei Bekannten oder von einem Filmlichtverleih.“ Erde an Achim, bleib mal auf dem Boden! Ich bin No-Budget-Filmer und betreibe keinen Beleuchterladen.

Dann wurde mir aber klar, was mich wirklich an diesem Buch stört. Der Autor hat schlicht und einfach ein Schulbuch geschrieben! Meine Indizien – das Layout ist, sagen wir mal, „zweckdienlich“. Unter den Abbildungen finden sich fast nur Produktphotos aus dem Fundus diverser Hersteller, was wirklich schade ist. Besonders die doch recht interessanten Interviews hätten durch ein paar Fotos der Interviewpartner, vielleicht sogar bei der Arbeit in ihrem Filmen, gewonnen. Statt einem gesammelten Bildnachweis im Anhang prangt unter jedem Photo ein dicker Copyrighthinweis. Genau so ist es auch mit der Hand voll Illustrationen, die vom Autor selbst sind. Ich denke, der große (C) zeigt deutlich auf Dozenten, die gerade großzügig Material für ihre Vorlesungen zusammenkopieren.

Jenseits dieser Macken liegt allerdings immer noch ein sehr gehaltvolles Sachbuch. Achim Dunker gibt eine Übersicht über häufig und auch weniger häufig verwendete Lichtquellen und ihre Charakteristika. Er erläutert das Prinzip der klassischen Dreipunktbeleuchtung mit Hauptlicht, Aufhellung, Spitzlicht und dem vierten der drei Lichter, dem Hintergrundlicht. Es folgen Erläuterungen, wie eine gewisse Lichtlogik und Lichtkonsistenz über verschiedene Einstellungen gehalten werden kann. Auch wenn ich viele Inhalte schon aus anderen Quellen kannte ist es sehr angenehm, hier alles kompakt hintereinander zu haben. In den Interviews, die den Abschluss des Buches bilden, kommt dann endlich das Handwerk wieder zur Kunst, logisches Licht wird da vom Kameramann Gernot Roll gleich als überschätzt verworfen. „Es geht nur darum, dass man irgendeine Wirkung erzielt. Wie man sie erzielt, ist jedem selbst überlassen. [...] Das sogenannte Führungslicht, es ist wirklich ein althergebrachtes Ding, das kann schlicht auch nur eine Aufhellung sein, dann ist das eben das Führunglicht.“ Hier findet sich auch die titelgebende chinesische Sonne wieder. „AD: Kam die Spitze auch von unten?“ – „GR: Die chinesische Sonne scheint immer von unten.“ Wer wissen will, von wo die nigerianische oder indische Sonne scheint, muss selber vorbeifahren und gucken.

Das Buch gibt’s unter diesem handlichen Affiliate Link auf Amazon. Grundlegende Informationen gibt es aber auch für Lau im Netz – zum Start empfehle ich dir die Lichtartikel auf movie-college.de.





Lange Portraits

25 08 2009

Nachdem der Fotograf Clayton Cubitt offensichtlich den Videoknopf an seiner neuen Canon 5D Mark II gefunden hat, ist er auf die Idee gekommen, „long portraits“ zu machen – also lange Portraits. Videos, bei denen sich der Mensch vor der Linse in Pose hinstellt und diese einige Minuten hält. Ich sage dazu auch gerne „lebendes Portrait“, weil man in der Zeit viel mehr Informationen aufnimmt, als in der hundertstel Sekunde, die eine Portraitaufnahme sonst einfängt.

Zur Übung habe ich auch ein paar „long portraits“ aufgenommen, von den Studio Special Place Stammmodels Monty und Laura sowie ein kleines Selbstportrait.


Monty


Laura


Michael

Was ist deine Meinung zu den langen Portraits?
Ich freu mich auf deine Kommentare.





Bist du der Drehort, den wir suchen?

14 07 2009

Kleines, ambitioniertes Filmteam mit sauberen Schuhen und leichtem Gepäck sucht einen bezahlbaren Drehort, der sich in ein Theater umfunktionieren lässt, zwecks Dreh der finalen Szene eines Kurzfilms.

Wir – behelligen dich nur wenige Stunden, behandeln dich mit dem nötigen Respekt und verlassen dich so, wie wir dich vorgefunden haben.

Du – bist im Ruhrgebiet, vielleicht im Kreis Recklinghausen, hast eine kleine (gerne auch große) Bühne und bist idealerweise sogar bestuhlt. Hast du eine Theatergruppe, die in dir probt, umso besser – Laura stellt sich einfach mit auf die Bühne und tut so, als wäre sie niemals ohne deine Leute aufgetreten.

Michael arbeitet unter der Woche, nimmt sich aber auch gerne ein oder zwei Tage für dich frei . Er passt drauf auf, dass niemand etwas kaputtmacht und hinterlegt seine Kontonummer, falls es doch anders passiert. Auf jeden Fall schickt er dir ein paar DVDs vorbei, sobald sein Film fertig ist.

Wenn du dich angesprochen fühlst, melde dich doch, damit wir uns persönlich kennenlernen können. Am besten per E-Mail an studiospecialplace@googlemail.com. Du kannst auch ein Bild mitschicken, wenn du magst!

Inspiriert von Havi Brooks. Bild von marcel601.





Fata Morgana Video in der lokalen Presse

9 07 2009

Falls du dich noch erinnerst, vor ein einigen Tagen habe ich ein Video mit der neuen Choreographie von Fata Morgana ins Netz gestellt. Unter anderem hier auf YouTube und auf Vimeo.

Zu meiner Überraschung hat unser lokales Blatt, die Recklinghäuser Zeitung, gestern fast eine Dreiviertelseite für diese selbstbewusste Nummer spendiert – nicht schlecht.

(Zoomen)