Mann mit ohne Kopf trifft Aiptek PocketDV AHD300

8 08 2008

Anstatt eines richtigen Tests meiner kürzlich eingetroffenen Aiptek PocketDV AHD300 zeige ich euch einen Mann ohne Kopf, der in der Berliner U-Bahn rumlief.

Dieses Video zeigt auch schon sehr anschaulich, wozu diese kleine Spielzeugkamera gut ist. Im Gegensatz zur Canon HV20 kann ich die AHD300 immer in meiner Hosentasche mit rumtragen. Die Bedienung ist ziemlich narrensicher - klappt man den Vorschaumonitor aus, geht die Kamera an. Drückt man auf den Knopf vorne am Gerät, landet Video auf der Speicherkarte. Im Menü wählt man die Auflösung von YouTube bis BluRay, sonstige Einstellmöglichkeiten gibt es wenige. Den Akku lädt man über die USB-Schnittstelle, bis auf eine SDHC-Speicherkarte findet man alles nötige Zubehör in der Verpackung, es gibt sogar eine Tasche und eine Schutzkappe für die optischen Teile.

Die Bewertungen auf Amazon und Konsorten sind sehr durchmischt. Klar, wenn man für keine 200€ (Speicherkarte schon eingerechnet) die Qualität einer HV20/30 erwartet, kann man nur enttäuscht werden. Ein fairer Vergleich wären hier eher Kameras in Mobiltelefonen, und da schneidet die PocketDV AHD300 verdammt gut ab. Nur nicht vom Farbton des Gehäuses abschrecken lassen, den man am besten als zartbitter-metallic beschreiben könnte.





Seance

21 07 2008

Vor einigen Wochen habe ich über den Abschlussfilm von Michael John Cherdchupan AKA 2shy geredet, bei dem ich als technischer Assistent mit an Bord war. Der Unterschied zu einem regulären Assistenten ist, dass man als technischer Assistent nicht nur Kabel schleppen, sondern auch den Dolly schieben darf!

Vor kurzem erst den Klauen der Prüfer unter Höchstbenotung entrissen, ist hier jetzt das gute Stück. Viel Spaß beim Anschauen!





Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis weit höher als in der Theorie

26 06 2008

Wer wird dir helfen?In der Theorie ist ganz früh am Wochenende der ideale Moment um in einer Großstadt eine menschenleere Einkaufsstraße zu filmen. In der Praxis ist der Samstag allerdings mindestens so geschäftig wie der Freitag zuvor. Wenn um kurz nach Fünf die Sonne das Aussenset erhellt, parkt schon längst der Brötchenlaster im Bild und versorgt in Seelenruhe die Bäckereien.

Mit etwas Umplanerei ist trotz der Wiedrigkeiten alles gut gelaufen. Das nächste Mal machen wir allerdings nicht die Nacht durch für 12 Sekunden Video in der finalen Fassung.





Nur nicht verwirren lassen

11 06 2008

Yersinia und das Getränk der StundeIch habe meinen Fotopool mal eben zweitgenutzt um ein paar Bilder von meinem Burzeltag unters Volk zu bringen. Also haarscharf gerechnet darf ich noch nicht auf eine Ü30-Party… aber das ist ganz Interpretationssache.





Bewerbungsschreiben

2 06 2008

Ich bin eigentlich ziemlich zufrieden mit den Ergebnissen der letzten beiden Drehtage - aber vergessen wir mal nicht, dass bisher nur Drehgenehmigungen für fast alle Sonnenblumen-Locations vorliegen. Fast heisst, es fehlen noch zwei - derer wären ein allerweltlich-diesweltliches Krankenhaus und ein ebensolches Schulgebäude. Bei der Verfassung des Drehbuches hatte ich natürlich schon gewisse Vorlagen im Kopf - nun heisst es, diese auch zu “kriegen”.

Um zu vermitteln, dass es hier um was Gutes und Handfestes geht und um nicht um einen Versuch mit vorgehaltener… well, Kamera… die Schränke auszuräumen, war ich fleissig und habe aus den diversen Textfiles und bisherigen Aufnahmen ein Konzept aufbereitet, dass ich bei Anfragen wie ein Bewerbungsschreiben verschicken kann. Das gibts natürlich nicht zum Download, ich will euch ja nicht totspoilern und vernünftig ausgedruckt siehts eh am besten aus. Sobald eine meiner Bewerbungen Erfolg hat, kriegt die Jubelschreie natürlich als Erste zu hören.





Hol´ doch einer diese verdammten Kinder vom Rasen

26 05 2008

Diesen Sonntag fiel letzte Klappe für die Szenen im verlassenen Krankenhaus, wir werden höchstens noch für ein paar Tonaufnahmen zurückkehren. Wie es aussieht, sind wir keinen Tag zu früh fertig geworden, denn unsere Location scheint so langsam an die Vandalen zu fallen. Ich meine, ich sollte mich eigentlich mal überhaupt nicht beschweren, ich hab doch vor Freude gejubelt, als ich einen stummen Zeugen des Kliniksterbens requirieren konnte und ein gewisser Grad an Verfall gehört doch dazu, nicht wahr?

Aber ja, natürlich, auf jeden Fall. Doch Verfall ist mal was ganz anders als Vandalismus. Als das Team das erste Mal mitten in der Nacht auf Erkundungstour ging, waren wir mit nichts anderen bewaffnet als Taschenlampen und haben alles getan, um der Ruhe des Ortes den nötigen Respekt zu zollen. Da gab es ernsthaft Diskussionen, ob man einen Fluchtplan von der Wand pflücken darf - verschlossene Türen waren Sackgassen und somit Anlass, nach einem Umweg zu suchen. Vielleicht habe ich einen seltsamen Sinn für Romantik, aber solche Orte haben etwas Erhabenes für mich.

Irgendwann vor unserem letzten Drehtag war allerdings der unglaubliche Hulk da, hat Türen aus den Angeln gerissen, Feuerlöscher durch Glasscheiben geschmissen und zum krönenden Abschluss ins Treppenhaus geschissen. Die Zigarettenpause hat er dann noch genutzt um einen extradicken Edding mit seinen Lebensweiten leerzukritzeln.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass wir an dieser Entweihung schuld sind. Dass wir irgendwie den Zauber gebrochen haben, der dieses Gebäude fast zwei Jahre beschützt hat. Beschützt davor, zum Wochenendtreff für gelangweilte Heranwachsende zu werden, die was zum Beschmutzen suchen. In einem halben Jahr steht warscheinlich kein Stein mehr auf dem anderen. Schade, einfach nur verdammt schade.





Seance mit Lerneffekt

13 05 2008

Gerüchten nach soll es Menschen geben, die nicht einfach Kameras in die Hand nehmen und losfilmen, sondern sich tatsächlich in sowas ausbilden lassen. Beweise habe ich auch - rein zufällig gehört mein Kollege Michael Cherdchupan dazu. Wo ausgebildet wird, wird natürlich auch geprüft. So kam ich am Montag dazu, Micha bei den Dreharbeiten zu seinem Abschlussfilm “Seance” zu assistieren.

Während Sets dekoriert, Lichter gesetzt und Schienen gelegt wurden, gerieten wir ins philosophieren. Letztendlich waren wir sechs Leute vor Ort und hatten, dank der guten Ausrüstung des Ausbildungsbetriebs, Zugriff auf Equipment im Wert von einigen zehntausend Euro. Wie vergleicht ein Prüfer Michas Einreichung mit dem Ergebnis eines anderen Prüflings, der es hier schlicht und einfach nicht so gut getroffen hat? Der ohne die Mithilfe von Kollegen mit Opas VHS-C Camcorder was ordentliches abzuliefern hat?

Die Lehre aus dieser Übung ist wahrscheinlich ein Vorgriff auf das Berufsleben. Talent und technischer Sachverstand ist eine Sache, aber ohne etwas Glück und einem ausreichenden Vorrat an Vitamin B wird man sehr, sehr schwer haben.





Kranke Leute in kranken Häusern

29 04 2008

Nach nur einem Jahr Pause war am vergangenen Wochende tatsächlich der zweite Drehtag für Sonnenblumen - demnach sind 2020 alle Szenen im Kasten und 2050 die Postproduction beendet! Ney, im Ernst. Es hat mal wieder riesig Spaß gemacht, auch wenn wir hauptsächlich die Location erforscht haben, statt zu drehen, wie die neue Fotostrecke auf FlickR beweist. Meine Kostümierunug war noch nicht von eBay eingetroffen, das Stativ haben wir vergessen, aber ansonsten war alles korrekt. Machen wir eben alles am nächsten Drehtag, unsere Creative Permit für diese Location ist vorerst unbegrenzt.





Ein Baum, ein Baum!

16 04 2008

Sich nach langer Abstinenz wieder an den privaten PC-Schnittplatz zu setzen, hat irgendwas von einer Reha. Man hat es zwar nicht ganz verlernt, aber es wäre irgendwie einfacher,die Krücken auf den Boden zu werfen und sich gedanklich vom Laufen zu verabschieden.

Auf dem Bild seht ihr übrigens einen Baum und ein Mont - beide unersetzlicher Teil des Kamusicals. Ohne ein Mont in deinem Leben läuft eben garnichts.





Studio Special Place goes 64bit… und erzählt, wie das Wetter dort ist

2 04 2008

Windows XP x64Da mein geliebtes Windows XP bei 4 Gigabyte schon anfängt wertvolles RAM zu unterschlagen, habe ich den Selbstversuch mit Windows XP x64 Edition versucht. Vorweg - es zeigt die kompletten 6 Gigabyte Speicher an.

Inzwischen bin ich voll im Nostalgie-Flash, denn die Umstellung von 32Bit auf 64Bit ist fast so huckelig wie damals von 16Bit auf 32Bit. Sprich, wer einmal mit 64Bit anfängt, muss auch mit 64Bit weitermachen. Plugins und auch Codecs, die nur in 32Bit vorliegen, funktionieren mit 64Bit-Anwendungen nicht.

Freunden der breiten Datenpfade empfehle ich deswegen folgende Übersicht, die viele kleine Tools in 64Bit-Versionen auflistet.
64Bit video tools: http://okejl.dk/dunstan/

Mit der Installation von Xvid64 liest VDub64 so auch wieder DivX-Videos. Wie ich DivX schreibe, habe ich noch nicht rausgefunden - ich halte euch aber auf dem Laufenden.