Kamusical goes wild – Bloß kein Kameraneid

18 07 2007

Dieses Gefühl kennt wohl jeder Amateurfilmer – Kameraneid. Auf einem Fleck mit den „großen Jungs“ teilt, die ihre riesigen Kameras auf der Schulter balancieren, eindrucksvolle Steadycam-Konstruktionen durch die Gegend schieben und teuere Lichtausrüstung platzieren. Und dann bist da noch du kleines Licht mit deiner winzigen Consumerkamera. Jeden Augenblick werden sie anfangen zu lachen und mit dem Finger auf dich zu zeigen, mit ein bisschen Glück kriegst du vielleicht noch eine äußerst professionelle Aufnahme davon zugeschickt wie du vor Scham im Boden versinkst bei dem Gedanken deine Visitenkarte dazulassen.

Aber halt – keine Panik! Am letzten Wochenende habe ich gemerkt, dass es nicht den geringsten Grund für sowas wie Kameraneid gibt. Insbesondere wenn du unter all den anwesenden Leuten am ehesten als Profi durchgehst. Mont und ich haben im naheliegenden Wald und im Zoo run´n´gun-mäßig einige Interviewschnipsel aufgenommen.

Niemand hat gelacht oder mit dem Finger gezeig, im Gegenteil. Überall wo ich das Mikrofon eingestöpselt und das Stativ auf den Boden gesemmelt habe, blieben die Leute stehen um zu sehen, was denn hier vor sich geht. Eine Einstellung hat sogar ein Instant-Publikum von mehr als 15 Leuten angezogen, als wären wir ein freischaffendes TV-Team.

Also wenn das nexte Mal jemand mit seiner riesigen Profi-DV-Kamera ankommt und versucht dich einzuschüchtern, weil er den Größten hat, sag ihm einfach dein Equipment sei viermal so leicht. viermal so klein, halb so teuer und hat die vierfache Auflösung… BÄMM!