Der Erzfeind der Amateurfilmer

21 07 2007

Schaut euch diese kleine DV-Kassette an – 4 Stunden haben wir am Set rumgehangen und gerade mal 40 Minuten Rohmaterial mitgenommen, aus dem dann gerade mal 2-3 Minuten finaler Film werden. Verstossen wir damit nicht gegen irgendwelche Naturgesetze? Publikum – ich präsentiere euch den Erzfeind der Amateurfilmer.

Nah – nicht Albert Einstein, der andere. Ich meine Wiederholung.

Die meisten Freund tolerieren ist, wenn man versucht sie zu seltsamen Dingen zu animieren. Eine Kamera auf einem Stativ gibt einem diese spezielle Autorität, die man besser nicht hinterfragt. Seltsame Dinge zu machen ist ausserdem erfrischend und spaßig… beim ersten Mal. Aber eigentlich willst man ja nicht, dass sie es einmal tun.  Eigentlich braucht man schon mindestens 4 bis 5 Versuche, bis du ehrlich sagen kannst „Das war Klasse… aber ich brauche noch einen Take damit wir auf der sicheren Seite sind.“ 

Eine richtige Filmcrew hat natürlich die gleichen Probleme. Nur werden die Leute da irgendwie für die ganze Sache bezahlt, und ich denke mir,  sie erwarten genau dieses Szenario. Sie erwarten die gleichen Szenen immer wieder und immer wieder zu machen. Schauspieler müssen ein ziemlich stressresistentes Völkchen sein.

Was ich an diesem Tag gelernt habe ist, dass ich mir mehr Zeit nehmen muss meine Shotlist zu optimieren. Nicht. weil ich zu faul bin, die Kamera hin- und herzuragen. Eher weil da eine Freundin darauf wartet, dass ich meine Sache auf die Reihe kriege. Ein Freundin, die sich darüber beschwert, dass ihr die Gliedmaßen absterben, da die Position etwas unbequem ist. Nein Moment, das war vor einer halben Stunde – jetzt stöhnt sie nur noch leise vor sich hin. Mift.


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10 10 2008
Die Crux mit dem Schuhwerk « Studio Special Place: Amateure haben die Arche gebaut, Profis die Titanic

[...] als ich mich das erste Mal aus dem bequem warmgepfurzten Bürostuhl getraut habe und mich mit Monty auf den Weg zur Zeche Ewald gemacht habe, war es Mitte Juni. Ein wunderfeiner Sommertag mit reichlich natürlicher Ausleuchtung [...]

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