Warum Wochenendfilmer so leicht frustriert sind

16 08 2007

In diesem Moment ist alle 500 Kilometer weit weg von mir. Meine Ausrüstung, meine Drehorte, meine Darsteller. So ist es die ganze Zeit, fünf Tage die Woche.

Zwei Filmtage pro Woche klingt nach einer Menge, aber in der Praxis ist alles Makulatur. Man Filmen, oder seine Eltern besuchen. Filmen, oder was mit seinen Freunden unternehmen. Filmen, oder seine Wohnung aufräumen. Man, ist meine Wohnung ein Saustall.

Was mich am meisten nervt ist, dass ich nicht einfach rumziehen kann und persönlich Drehgenehmigungen einholen. Ich brauche keine Locations in Berlin – auch wenn es ein paar verdammt coole Ecken in dieser Stadt gibt und ich mir Anregungen für zukünftige Projekte mitnehme.

Ich hoffe, es ist noch genug Zeit da um alles zu stemmen. Wenn es eine Gelegenheit gibt, wieder in das Ruhrgebiet zurückzukehren, nehme ich sie sofort.





Das Leben ist grausam, aber lehrreich

12 08 2007

Das habe ich verdient. Ich meine, hatte ich nicht vor kurzem einen Eintrag geschrieben, nach dem man vor der letzten Klappe nicht zu Starbucks gehen sollte? Wie ich jetzt rausfinden durfte, war das Starbucks-Problem wohl keine gewöhnliches Fieber – das ist schon fast ein ausgewachsener FLUCH!

Okay, wir saßen mal wieder bei Starbucks rum um die Zeit totzuschlagen. Die heutige Szene im Drehplan sollte morgens spielen. Da die Mannschaft noch zu verschlafen war, als ich mit Frühstück ankam, haben wir uns darauf geeinigt, dass es der Abend tun muss. Der Abend kam und als wir gerade das Haus verlassen wollten, schlug der Fluch zu.

Montys T-Shirt für diese Szene war aus der Wäsche verschwunden. Eine Minute später rief Montys Mutter an und sagte, dass wir ihr Auto nicht benutzen könnten. Perfekt.

Wir haben das ganze verdammte Haus nach dem Shirt abgesucht, alle Nachbarn befragt und uns beraten, wer ein einzelnes Shirt aus einer vollen Maschine klauen würde. Monty hing sogar eine Vermisstenanzeige in den Hausflur. Ein kleiner Absatz empfahl dem potentiellen Dieb das Shirt einfach wieder in der Nähe der Maschine zu deponieren und lobte für diesen weisen Zug einen schnellen und schmerzlosen Tod aus. Ein sehr spezieller Tag.

Ach ja – eine Stunde nachdem die Sonne weg war, manifestierte sich das T-Shirt auf wundersame Weise wieder in der Maschine. Unheimlich.