Mein Schlafzimmer ist endlich befreit. Fast zwei Wochen lang wurde jeder freie Fleck nicht nur von der Whitescreen-Konstruktion belagert, es türmten sich auch Drehutensilien wie Kabel, Scheinwerfer, Bänder, Adapter und Bestandteile all dieser zwischen dem normalen Chaos wie Klamotten, Bettwäsche und Schuhen.
Bisher dachte ich immer, ich könnte auch auf einer Müllhalde gut schlafen. Wenn ich umziehe, kommt es meist dazu, dass ich Wochen oder Monate praktisch auf dem Boden penne, weil ich es nicht so eilig mit der Einrichtung habe (oder die Lieferzeiten total verpennt habe). Doch Leere und Chaos sind zwei grundverschiedene Dinge.
Leere zwingt dich nicht dazu, auf alle Vieren zu gehen, um den Raum zu verlassen. Leere tendiert nicht dazu, nachts lautstark zusammenzukrachen. Leere ist Platz, Chaos ist Enge.
Jetzt ist alles wieder auseinandergebaut, was auseinandergehört und wieder zusammengebaut, was zusammengehört. Die Whitescreen-Szenen sind im Kasten und bis auf ein blaue Flecken, die Laura bei ihren eigenen Stunts davongetragen hat, gab es keine bleibenden Szenen.
Natürlich könnte ich jetzt in meinem zurückeroberten Schlafzimmer erstmal ausgiebig nächtigen – aber erstmal mache ich mich an das DWDG-Plakat und dann gehts weiter auf die Suche nach einem Theater für die letzte Szene.




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