Lange Portraits

25 08 2009

Nachdem der Fotograf Clayton Cubitt offensichtlich den Videoknopf an seiner neuen Canon 5D Mark II gefunden hat, ist er auf die Idee gekommen, „long portraits“ zu machen – also lange Portraits. Videos, bei denen sich der Mensch vor der Linse in Pose hinstellt und diese einige Minuten hält. Ich sage dazu auch gerne „lebendes Portrait“, weil man in der Zeit viel mehr Informationen aufnimmt, als in der hundertstel Sekunde, die eine Portraitaufnahme sonst einfängt.

Zur Übung habe ich auch ein paar „long portraits“ aufgenommen, von den Studio Special Place Stammmodels Monty und Laura sowie ein kleines Selbstportrait.


Monty


Laura


Michael

Was ist deine Meinung zu den langen Portraits?
Ich freu mich auf deine Kommentare.





Fata Morgana Video in der lokalen Presse

9 07 2009

Falls du dich noch erinnerst, vor ein einigen Tagen habe ich ein Video mit der neuen Choreographie von Fata Morgana ins Netz gestellt. Unter anderem hier auf YouTube und auf Vimeo.

Zu meiner Überraschung hat unser lokales Blatt, die Recklinghäuser Zeitung, gestern fast eine Dreiviertelseite für diese selbstbewusste Nummer spendiert – nicht schlecht.

(Zoomen)





Was ich von einer Woche Videoprojekt gelernt habe

16 02 2009

Vor etwas über eine Woche bin ich mit dem 365-Tage Videoprojekt gestartet. Schonmal vorab – es ist anstrengend. Es ist anstrengend, und ich denke, ich werde es kein ganzes Jahr durchhalten. Vielleicht nicht einmal 100 Tage.

Wo drückt der Schuh?

Mal überlegen.

  1. Mit dem Druck auf die STOP-Taste ist es noch lange nicht getan

    Digitales Video will auf die Festplatte kopiert werden, gesichtet werden, geschnitten werden, farbkorrigiert werden, vertont werden, ausgerendert, komprimiert und hochgeladen werden.

  2. Ich muss schlafen

    Um halb fünf Uhr morgens fängt der Wecker an zu röhren und ich komme erst um kurz vor acht Uhr abends in meine Hütte zurück – vorausgesetzt, ich plane keine Freizeitaktivität ein. Selbst wenn um um Mitternacht mit dem kreativen Teil durch bin, kann sich der technische Teil noch Stunden hinziehen. Mehr als vier Stunden Schlaf habe ich in der letzten Woche nur am Wochenende bekommen.

  3. Niemand ist komplett frustresistent

    Für ein gutes Ergebnis mache ich gerne mal eine Nacht durch, das steigert dann allerdings ordentlich die Erwartungshaltung. Wenn ich also wie ein Zombie morgens den Upload auf YouTube starte (der Rechner war wertvolle Schlafenszeit mit Komprimieren beschäftigt) und dann in der Mittagspause die Erkenntnis dämmert, dass der Upload über meinen kleinen Upstream mal wieder fehlgeschlagen ist, kriegt man schon son Hals.

Das wäre alles natürlich etwas einfacher, wenn ich ein VLOG machen würde. Ein paar Minuten in die Webcam gelabert, ein paar großzügige Schnitte und ab ins Netz damit. Aber ich mache das schließlich, um zu üben. Ich möchte jeden Tag etwas anderes zeigen, bevorzugt etwas, was ich immer schonmal ausprobieren wollte.

Noch mehr so bekloppte Leute

Beim Stöbern bin im Internet nach ähnlichen Projekten bin ich nicht nur auf ähnlich bekloppte Leute gestossen – ich bin noch auf einen gestoßen, der alles getoppt hat.

Sascha Assbach hat im Rahmen von 365minutes ein Jahr lang jeden Tag ein Video von mindesten 60 Sekunden Laufzeit ins Netz gestellt – insgesamt 391 Minuten und 11 Sekunden.

Sein Fazit kann man hier nachlesen:

365minutes – Meine Reise
365minutes – weitere Erkenntnisse

Es macht auf jeden Fall Mut, solche Erfahrungsberichte zu lesen. Bisher habe ich noch kaum Feedback auf die Videos gekriegt, aber ich denke, dazu muss ich erstmal eine denkwürdige Zahl erreicht haben. Zumindest eine zweistellige wäre ganz gut.





Durch den Wortwolf gedreht

9 02 2009

So sieht das Drehbuch von Death of the Wii Dance Girl aus, wenn man es bei Wordle durch den Wortwolf dreht.

Hier könnt ihr euer eigenes Blog, Buch oder was auch immer in eine chique Wolke verwandeln.





Einer schaut heute abend nicht auf die Lost-Insel, sondern in die düstere Bucht

22 01 2009

Während einige Arbeitskollegen heute eine Stunde eher freigemacht haben, um die ersten beiden Folgen der neuen Lost-Staffel aus dem Torrent zu fischen, habe ich mir die Heimfahrt mit einer Mystery Soap namens Sinister Bay verkürzt.

(Trailer auf YouTube ansehen)

Sinister Bay ist eine deutsche No-Budget Produktion in englischer Sprache. Von dieser Kombination habe ich mal so rein garnichts erwartet, aber man ist ja grundsätzlich erstmal doch neugierig, was andere mit eingeschränkten Mitteln so erreichen. Insbesondere, da die Macher inzwischen ganz kommerziell das Drehbuch für den Pro7-Fernsehfilm Gonger abgeliefert haben.

Tatsächlich zieht die Geschichte um den schlafgestörten Chester, den phobiensammelnden Victor sowie Chesters verstorbene Freundin Mysterysüchtele schnell in ihren Bann. Da keine Folge länger als 10 Minuten dauert, kriegt man auch nicht sofort Kopfschmerzen, wenn einem die geringe Auflösung, die extreme Graduierung des Bilds oder die eindeutig Lynch folgenden Handlungssprünge auf die Nerven gehen.

Schaut einfach mal rein. Die bisher erschienenen Folgen (nach der ersten wird die Technik auch etwas besser) findet ihr auf der offiziellen Webseite sinisterbay.com oder auch auf YouTube.

Und Lost… schau ich mir dann Morgen an. ;)